Forschung

Meine Forschungsaktivitäten beziehen sich in erster Linie auf den Bereich der Musiksoziologie. Dabei interessieren mich insbesondere Musikkulturen des 20. und 21. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang habe ich folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Musik-Kontext-Analyse
  • Musikalische Interaktion
  • Musikalische Urteilsbildung
  • Systemtheorie

Die Offenheit gegenüber einer interdisziplinären Forschung in der Musiksoziologie lässt innerhalb meiner eigenen Forschungsprojekte verschiedene Methodenkonstellationen zu. Im Rahmen von Einzelfallanalysen, Handlungsforschungen und Experimenten greife ich im Einzelnen insbesondere auf folgende Methoden zurück:

  • Datenerhebung: Statistische Erhebung (quantitativ), Themenzentriertes Interview (qualitativ), Teilnehmende Beobachtung (qualitativ).
  • Datenauswertung: Deskriptive Darstellung (quantitativ), Hypothesentest (quantitativ), Inhaltsanalyse (qualitativ).

Neben der Anwendung von etablierten empirischen Methoden mache ich Angebote zu unterschiedlichen Methodenkombinationen, welche weiter erprobt und entwickelt werden können.

 

Aktuelle Arbeitsgruppen

Fachgruppe Soziologie und Sozialgeschichte der Musik der Gesellschaft für Musikforschung (GfM)

Fachgruppe Systematische Musikwissenschaft der Gesellschaft für Musikforschung (GfM)

 

Aktuelles Forschungsprojekt

Seit 2014:

Das Forschungsprojekt zur Wahrnehmung und Wirkung von Weihnachtsmusik im öffentlichen Raum wird zusammen mit Professor Dr. Jan Hemming von der Universität Kassel durchgeführt.

Exposé

In der Weihnachtszeit ist in öffentlichem Raum überall Weihnachtsmusik zu hören. Doch wie nehmen die Menschen diese Musik wahr und welche Wirkung löst sie aus? Die hier vorliegende Untersuchung nimmt sich diesen Fragen an, auch weil sie bisher kaum erforscht wurden. Dabei stehen die Besucher des Weihnachtsmarktes in Kassel und Menschen, die dort arbeiten, im Fokus.

Neben zahlreichen multimodalen Sinnesreizen des Weihnachtsmarkts (Beleuchtung, Gerüche, Gastronomie, Weihnachtsstimmung, Wetter usw.) wurden die wahrgenommene Musik, ihre Nachwirkung in Form von ,Ohrwürmern’ sowie die Musikpräferenzen der Weihnachtsmarktbesucher mit einem Kurzfragebogen erfasst. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich vom 07. bis 25.12.2014. Parallel dazu wurde von Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines dazugehörigen Forschungsseminars Soundscapes aufgezeichnet und Klanglandkarten erstellt. Ferner wurde ein Expertengespräch mit dem Verantwortlichen der Firma geführt, die im Auftrag von Kassel Marketing für die zentrale Beschallung des Weihnachtsmarkts zuständig ist. Zuletzt wurden 18 Kurzinterviews mit im Einzelhandel beschäftigten Personen (6m/8w; Altersdurchschnitt: 34,2 Jahre) geführt, die an ihren Ständen oder in ihren Geschäften dauerhaft Weihnachtsmusik ausgesetzt sind.

 

Alle Forschungsprojekte im Überblick

Neubauer, Hendrik & Marx, Tobias (2016): Groenemeyer – a case study on situative singing styles. Universität Kassel.

Hemming, Jan und Neubauer, Hendrik (seit 2014): Wahrnehmung und Wirkung von Weihnachtsmusik im öffentlichen Raum. Universität Kassel.

Neubauer, Hendrik (2013-2015): Qualitative Diversität sowie räumliche und zeitliche Ausbreitung von Populärer Musik aus Deutschland. Universität Kassel.

Neubauer, Hendrik (2013-2014): Analyse des Verhältnisses von Postulaten und Umsetzungen zur aktuellen Praxis der Bundesförderung von Zeitgenössischer Musik. Universität Kassel.

Neubauer, Hendrik (2011-2015): Das kooperative Spiel der humoristisch ausgerichteten Kleinkunst unter Berücksichtigung der Aufführung von Liedern zeitgenössischer Humoristen, Dissertation, wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Jan Hemming, gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung. Universität Kassel.